Aktuelles
Frühlingskonzert begeistert das Publikum
Feuerwehrkapelle lud in die Gemeindehalle ein
Konzertbericht in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 26.03.2026
Die 45 Musiker der Feuerwehrkapelle Dahlheim unter Leitung von Elmar Mehl luden zum traditionellen Frühlingskonzert ein und freuten sich schon im Vorfeld über eine ausverkaufte Halle. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und Dirigenten Elmar Mehl gehörte der Start in den Konzertnachmittag dem neu formierten Jugendorchester mit knapp 20 Jugendlichen, teilt die Feuerwehrkapelle Dahlheim mit. Dritt- und Viertklässler der Grundschule Dahlheim, verstärkt durch Jugendliche aus der Bläserklasse der IGS Nastätten, präsentierten vier unterhaltsame Stücke. Sie zeigten, welche musikalischen Leistungen bereits nach wenigen Monaten Instrumentalunterricht mit Engagement und Fleiß möglich sind. Das Publikum war begeistert und honorierte die Darbietungen mit lang anhaltendem Beifall. Seit Beginn des Schuljahres besteht eine Kooperation des Orchesters mit der Grundschule Dahlheim. In dem Bläserprojekt unter Leitung von Barbara und Elmar Mehl erhalten die Jugendlichen Instrumentalunterricht auf verschiedenen Blasinstrumenten.
Mit dem würdevoll klingenden Konzertmarsch "Arsenal" des Komponisten Jan van der Roost, der dem belgischen Eisenbahnarsenal gewidmed ist, startete das große Orchester in den Nachmittag. Das Konzertstück “A Symphonic Celebration” von Robert sheldon bot melodische Melodien und verspielte Rhythmen vom 3/4- bis 5/4-Takt. Die farbenfrohe Orchestrierung im Wechsel mit lyrischen Momenten gefiel dem Publikum. Bei dieser Komposition konnten sich Yannic Bröder und Alexandra Sniehotta im Schlagzeugregister besonders auszeichnen.
Mit dem Gesangsstück “Invincible” von Laura Wright in einem Arrangement von Guido Rennert für großes sinfonisches Blasorchester und Gesang verzauberte Nicole Querbach die Zuhörerinnen und Zuhörer. Diese Komposition mit den kraftvollen Klängen des Orchesters und melodischen Gesangspassagen ist ein Hörgenuss. Ohne Zugabe durft Nicole Querbach nicht von der Bühne.
Melodien aus dem Musical “Hercules” von Alan Menken und der "Colonel Bogey March" von Kenneth J. Alford, allen bekannt aus dem Film “Die Brücke am Kwai”, beendeten schwungvoll den ersten Konzertteil.
Mit dem Konzertmarsch “Mons Solus”, ein Stück aus der Feder von Lorenz Eibegger, begrüßte das Orchester das Publikum zur zweiten Konzerthälfte. Die Inspiration zu diesem eindrucksvollen Werk kam dem jugendlichen Komponisten während einer Skitour im JAhr 2022 auf einem “einsamen Berg”.
Mareike Friesenhahn auf der Klarinette spielte anschließend sehr schwungvoll und virtuos den “Wild Cat Blues” im Arrangement von Ferdinand Tinturier für Blasorchester und Solo-Klarinette. Ein brillanter Auftritt und Beweis für die Leistungsstärke des Holzregisters. Danach wurde im Orchester sprichwörtlich “aufgesattelt”. In dem Wester-Epos “Die glorreichen Sieben” gelang es dem Komponisten Elmer Bernstein ein großartiges Filmthema mit einem immer wiederkehrenden Rhythmusmotiv zu unterlegen und so zu einer einprägsamen Komposition mit Ohrwurmcharakter zu machen. Hier konnte sich insbesondere das Hornregister auszeichnen.
Bei “Disney at the Movies” verwendete der Arrangeur John Moss viele bekannte Melodien aus verschiedenen Walt-Disney-Filmen. Dem Publikum wurden die musikalischen Highlights aus dem Dschungelbuch, Tarzan, Mary Poppins und vielen anderen Filmen präsentiert. Das Orchester erhielt dafür besonderen Applaus.
Im Anschluss präsentierte die Feuerwehrkapelle Dahlheim ein humorvolles Hörvergnügen. Bei der „Feuerfest-Polka“ von Josef Strauß erklang als besonderer Effekt und als Widmung an das Schmiedehandwerk während der Komposition immer wieder ein rhythmischer Amboss. Unser holländischer Musiker Frank Leeuw aus dem Baritonregister hatte diese Aufgabe gerne übernommen und so wurde aus dem “Fliegenden Holländer” schnell der „schmiedende Holländer“.
Der Titel ein „Ein Leben lang“ von der Schweizer Musikgruppe Fäaschtbänkler setzte den Schlusspunkt unter ein furioses Frühlingskonzert. Kaum ein anderer Liedtext drückt die Liebe zur Musik besser aus als dieses Stück. Dass diese Liebe an diesem Nachmittag längst auf das Publikum übergesprungen war, zeigten die Standing Ovations am Schluss des Konzerts. Und so gab es dann auch die verdienten Zugaben mit der Polka „Eine letzte Runde“ und dem „Radetzky-Marsch“.
Ein volles Haus und glückliche Menschen vor und auf der Bühne sind der Beweis für eine sehr gelungene Veranstaltung und ein passender Auftakt in dem Frühling. Die sehr beschwingte, unterhaltsame und abwechslungsreiche Moderation übernahmen an diesem Nachmittag die Klarinettistinnen Jennifer Karbach, Ulrike Dallmann, Nicole Querbach und Mareike Friesenhahn.
„Von Beginn der Vorbereitung auf dieses Konzert mit dem Probenwochenende im Januar in Oberwesel und den nachfolgenden sehr erfolgreichen Proben war es eine Freude, mit dem Orchester zu arbeiten und das Ergebnis heute präsentieren zu dürfen“. So lauteten die Schlussworte des Dirigenten, Elmar Mehl, am Ende eines beeindruckenden Konzertes.